SONNE

Die Sonne

Bitte niemals direkt in die Sonne schauen! Erst recht nicht mit einem Fernglas! Erblindungsgefahr! Diese Bilder entstanden alle mit einem speziellen Sonnenfilter, der ca. 99,9% des Sonnenlichts blockt!

Nun, wie wir alle seit Kepler, Newton, Galileo und co wissen, ist die Erde keine Scheibe und die Stern auch keine Punkte am Himmelszelt. Die Erde ist ein Himmelskörper der sich um einen noch größeren Himmelskörper – die Sonne – bewegt. Vor etwa 5 Milliarden Jahren ist Sie und auch die Planeten aus einer gigantischen Glaswolke entstanden. Ihr Durchmesser ist mit 1,4 Millionen Kilometern etwa 100-fach größer als der der Erde. Die Sonne ist ein sogenannter Zwergstern der G Klasse. Sie ist also ein relativ kleiner Stern, der seine Energie nur sehr langsam verbrennt. Doch auch Sie wird nicht ewig am Himmel strahlen. Am Ende Ihres Lebens (in ca. 6 Milliarden Jahren) wird sie sich zu einem roten Riesenstern aufblasen und die inneren Planeten (auch die Erde) verschlingen. Danach wird Sie in sich zusammenfallen und Ihre Gashülle in den Weltraum ausstoßen. Sie wird also zu einem Planetarischen Nebel wie M27 oder M57.

PLANETEN

Die Planeten

Unser Sonnensystem entstand vor etwa 5 Milliarden Jahren aus einer kollabierten Glas- und Staubwolke. Das Gas verdichtete sich so lange im Zentrum unseres Systems, bis die Masse groß genug war um die Kernfusion in gang zu setzten. Das ist der Prozess in der Sonne, in dem Wasserstoff zu Helium verbrennt und dabei Energie entsteht, die wir als Wärme und Strahlung wahrnehmen. Dies ist natürlich nur sehr vereinfacht beschrieben, die Prozesse im inneren der Sonne sind natürlich sehr viel komplexer.

Aus dem Rest des Urgases, welches sich nicht zur Sonne bildete, entstanden unser Planeten und Monde. Die vier innersten der Planeten besitzen eine Feste Kruste, haben teilweise eine Atmosphäre und sind eher klein. Die vier äußeren Planeten hingegen sind Gasriesen, die um ein vielfaches größer sind und keine Feste Oberfläche besitzen. Der Rest des Sonnensystems besteht aus Kleinkörpern wie Asteroiden und Kometen.

Der Merkur, der innerste der Planeten, ist nur sehr schwierig zu beobachten. Er ist ca. halb so groß wie die Erde und hat eine feste Oberfläche ohne Atmosphäre. Er ist sehr schwierig zu beobachten, da er auch im Teleskop sehr klein erscheint und nur ca. 1 Std. vor Sonnenaufgang oder 1h nach Sonnenuntergang zu sehen ist. Was die Beobachtung sehr erschwert. Hier eine Aufnahme aus dem März 2017.

Die Venus ist der zweite der inneren Planeten die sich noch zwischen der Erde und der Sonne Bewegen. Sie ist etwa genau so groß wie die Erde und ist von einer dichten Atmosphäre umhüllt, so dass sich keine Details im sichtbaren Licht erkennen lassen. Bild vom 02.11.2015. Hier noch einmal die Venus zu einem späteren Zeitpunkt. Man erkennt schön wie sich die Sichel verändert, ähnlich wie bei unserm Mond, der jeden Tag etwas anders aussieht.  Bild vom 13.02.2017

Die Erde, unser Heimatplanet mit den gigantischen Ozeanen und Kontanten wirkt für uns unfassbar groß, doch in Wahrheit ist unser blauer Planet nur eine sehr winzige kleine Oase im für uns Menschen unvorstellbar riesigen und Lebensfeindlichen Universum! Dessen sind wir uns machmal überhaupt nicht bewusst. Auch das es Milliarden von Jahren benötigt hat damit sich die Erde so entwickelt, wie wir sie heute kennen. Daher sollten wir auf unser kleines Juwel acht geben und beginnen die Umwelt und damit unsere Heimat effektiv zu schützen, denn es ist der einzige Ort im Universum an dem wir leben und existieren können. 

Der Mars befindet sich bereits hinter der Erdumlaufbahn und gehört ebenfalls zu den inneren Planten, die alle ein feste Oberfläche besitzen. Er ist wohl der faszinierendste Planet, da er der Erde sehr ähnlich ist und es dort einst vielleicht einmal Leben gegeben haben könnte. Da sich die Erde zwischen Sonne und Mars befindet, können wir Ihn auch als Scheibe sehen und nicht nur wie Markur und Venus als Sichel. Die Aufnahme zeigt den Mars am 04.06.2016, 00:03h um die Oppositionszeit. Bei der Konstellation stehen  Sonne, Erde und Mars in einer gedachten Line. Beide Planten stehen sich zu diesem Zeitpunkt am nächsten. Das zweite Bild zeigt Mars etwa 2 Monate vor der Opposition 2018. Man erkennt, das Mars noch nicht ganz Kugelrund ist. Leider lassen sich bis auf die weiße Polkappe nicht viele Details erkennen, da zu diesem Zeitpunkt ein Globaler Staubsturm auf ihm herrschte, der uns die Sicht bis zur Oberfläche verwehrte.

Der Asteroidengürtel befindet sich zwischen der Mars und Jupiterbahn. In dieser Region ziehen sehr viele kleiner und größere Brocken ihre Bahnen um die Sonne. 

Der Jupiter gehört bereits zu den äußeren Planten die keine feste Oberfläche besitzen. Sie bestehen aus flüssigem Gas. Er ist etwa 780 Mio. Km von uns entfernt und mit mit einem Äquatordurchmesser von rund 143.000 Kilometern auch der größte Planet unseres Sonnensystems. Bereits im  Fernglas oder kleineren Teleskopen lassen sich seine 4 größten Monde: Io, Europa, Ganymed und Kallisto, sehr gut beobachten. Auch der Große Rote Fleck (GRF) lassen sich im mittleren Teleskopen gut beobachten. Die nebenstehenden Bilder zeigen z.B. den GRF, die Bänder in der Atmosphäre, den Mond Io und sogar den Schatten den Io auf die Oberfläche wirft.

Der Saturn ist mit einem Äquatordurchmesser von etwa 120.500 Kilometern (9,5-facher Erddurchmesser) der zwei größte Planet. Er ist bereits 1430 Mio. Km von uns entfernt. Besonders auffällig sind seine Ringe. Im kleinen Teleskop fallen Sie sofort auf und sehen wirklich unbeschreiblich schön aus. Das sollte wirklich jeder einmal mit seinen eigenen Augen gesehen haben! Die Ringe bestehen größtenteils aus Stein und Eisbrocken die ein Größe zwischen einem Staubkorn und einem Haus haben. Bis zum Jahresende 2009 wurden aber auch noch 62 Saturnmonde entdeckt, der mit Abstand größte davon ist Titan mit 5150 Kilometern Durchmesser.

Uranus und Neptun

Diese beiden Planeten sind aufgrund Ihrer sehr großen Entfernung nur sehr schwierig zu fotografieren. Sie werden im Teleskop nur sehr klein und Sternähnlich dargestellt, obwohl beide in Wirklichkeit nur etwas kleiner als der Saturn sind. 

 

 

MOND

Der Mond

Unser nächster kosmischer Nachbar ist der Mond. Er ist etwa halb so groß wie die Erde und mit mit einer mittleren Entfernung von ca. 360.000 Km ist er schon recht weit weg. Dennoch übt er einen Einfluß auf unser Erde und uns menschen aus. Man erkennt das zum Beispiel sehr gut an den Gezeiten, wie Ebbe und Flut. Er stabilisiert aber auch die Achse der Erde, so dass Sie nicht ins trudeln gerät. Somit beeinflusst er auch das Wetter und unser Klima. Es gibt einige Theorien wie er entstanden sein könnte, die momentan plausibelste ist, dass die noch Junge Erde mit einem etwa Marsgroßen Himmelskörper kollidiert ist. Dabei ist ein Teil der Erdkruste in das All geschleudert worden, woraus sich später der Mond bildetet. Daher auch die große Übereinstimmung der Gesteinsproben beider Himmelskörper.

Bereits im Fernglas sieht der Mond wahnsinnig schön aus, doch erst im Teleskop zeigt er uns seine ganz Pracht. Die unzähligen Einschlagskrater die seine Oberfläche zieren erscheinen dann zum greifen nahe. Die Bilder wurden mit einem 750mm Newton Teleskop mit einer 2x Barlowlinse aufgenommen, so dass eine Brennweite von 1500mm erreicht werden kann. Die Details der Krater, Kanäle und Erhebungen sind sehr atemberaubend und mit dem bloßem Auge ohne Optische Mittel nicht zu erkennen.

Bei Vollmond und einer ganz bestimmten Konstellation, führt die Mondumlaufbahn durch den Kernschatten der Erde. Dabei lässt sich ein besonders schönes Schauspiel beobachten, die Totale Mondfinsternis oder auch Blutmond genannt. Dabei verdunkelt sich der Mond weil er im Kernschatten der Erde steht und kein Licht der Sonne auf seine Oberfläche trifft. Kein Licht ist nicht richtig, denn das Licht der Sonne wird in der Atmosphäre der Erde gebrochen und nur das Licht mit dem roten Anteil auf den Mond projiziert. Dadurch erscheint er uns rostig braun oder rot. 

KOMETEN

Die Kometen

 

Das Sonnensystem birgt nicht nur Planeten, Monde und Asteroiden. Es gibt weit ausserhalb der Neptunbahn noch die so genannte Oortsche Wolke. Eine Ansammlung von Milliarden von Kometen die dort draussen Ihre Bahnen ziehen. Machmal kommt es jedoch vor, dass einer dieser „schmutzigen Schneebälle“ aus seiner stabilen Umlaufbahn katapultiert wird und sich auf den Weg ins Innere des Sonnensystems macht. Kometen bestehen meistens aus Staub, Kohlenstoff, gefroren Gas, Wassereis und vielen verschiedenen Elementen und auch Aminosäuren, daher werden sie oft auch Boten des Lebens bezeichnet. Sobald ein Komet nah genug der Sonne ist, beginnt das Eis zu schmälzen und es bildet sich eine sogenannte Koma um den Kometenkern. Sobald der Komet nah genug ist, wird die Koma vom Sonnenwind weggetragen und es entsteht der schöne Schweif aus Gas und Staub. Daher werden die Kometen auch Schweifsterne genannt. Hier einige Bespiel aus den letzen Jahren.